Gedichte

Wie im Märchen

Erstes Literaturwettbewerb des VDS und DKG Wie im Märchen war das Thema des ersten deutschsprachigen Literaturwettbewerbs, der vom Verein Deutsche Sprache e. V. und dem Deutschen Kulturhaus in Gaborone in Gaborone, Botswana, veranstaltet wurde. “Wie in einem Märchen” ist eine Einladung, in eine Welt einzutauchen, in der Realität und Fiktion nebeneinander stehen. Eine Märchenwelt, die […]

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Pawlowski, Klaus: Extremste Eloquenz

Ja, dies Gedicht ist zweifellos mein optimalstes,in Reim und Rhythmus bleibt’s mein idealstesund mein lebendigste Poem, in Form und Stilauch mit dem Maximalsten an poetischem Gefühl. Beim Schreiben führte mich ein einzigster Gedanke:Das Absoluteste kennt keine Schranke.Man muss das Grenzenlosteste nur wagen,dann kann man hinterher aus vollstem Herzen sagen: Dir ist das Makelloseste gelungen.Auch wenn […]

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Pawlowski, Klaus: Zielführend doch ergebnisoffen

Die erste Zeile des Gedicht scheint gut getroffen.Zielführend reiht sich Wort an Wort.Das Ganze ist zwar noch ergebnisoffen.Doch steht die erste Strophe schon mal dort auf meinem Schirm. Wie geht es weiter?Zielführend mein ich. Also, wo geht’s hin?Satirisch soll es sein, wenn möglich heiter.Dass ich da noch ergebnisoffen bin beim Schmieden meiner Verse, sollte klar […]

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Pawlowski, Klaus: Im App-Stellraum

Die Wetter-App will heute klarvom Winter App-schied nehmen.Die Weight-App rät mir app-sehbarden Appetit zu zähmen. Hab die Rezept-Apps app-gefragtund mich dann app-gefundenmit Trennkost. Meine Fit-App sagt:Nach ein paar App-Lauf-Runden könnt‘ doch mein App-Bild jeder Appzusätzlich App-Glanz gebenund brächte in den App-Gang Peppund App-Schwung in mein Leben. Die Freundschafts-App sollt‘ app und zuzur App-Sicht up ich […]

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Pawlowski, Klaus: Zeitnah nachhaltig

Das schöne Wort „nachhaltig“ wird fürs Gestaltenvon Bedingungen nachhaltig vorgehalten.Nachhaltig ist, was man zeitnah so machtund was nachher noch vorhält,sagen wir bis um acht. So sind Steuersenkungen für unser Land,sagt Frau Merkel, nachhaltig systemrelevant.Doch wegen des Zeitfensters wissen wir nicht ,ob das nachhält, was sie uns zeitnah verspricht.Das verwirrt mich nicht mehr. Doch find’ ich […]

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Pawlowski, Klaus: Bändige Liebe

Ich kann genau, also gefähr es sagen:Geschehen ist mir das Gemach vor vierzehn Tagen,als diese förmig und geschlacht gebaute Dame(Andrea ist ihr durchaus säglich schöner Name)ich muss schon sagen merklich in mein Leben trat,indem sie flätig, also wirsch um Feuer bat. Sie war aussprechlich schön, drum sagte ich gehaltenjedoch verblümt, ich sei da sehr gespalten.Ich […]

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Schaarschuh, Fritz-J.: Geil und Co.

„Keine Ahnung“, sagt mein Enkel oft in unserm Wortgeplänkel, selbst wenn er die Antwort ahnt. „Weiß ich nicht“ ist ausgeplant, dies ist „krass“ und jenes „cool“. E i n Wort aus dem Sündenpfuhl aber nehme ich ihm krumm, denn das kommt mir gar zu dumm: „Opa nimmt am Stadtlauf teil, ja, mein Opa der ist […]

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Marquez, Viq: Schwerelosigkeit

Im Leben geht es selten umdas War, das Wollen,das Haben, das Werden.Sondern ganz und gar um das Sein. Schwere ist kein geflügeltes Wort. Schwere umgibt uns überall. Sie sickert langsam in uns hinein, macht uns satt, schwerfällig und starr. Solange bis wir vollständig durchdrungen sind von ihr. Ohne es zu merken. Eines Tages bestehen Nehmen […]

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Zurbrügg, Gottfried: Ein Ritt durch die Dimensionen oder warum Einstein keine Weihnachtsgeschichte schrieb.

Es war einer dieser dunklen Abende am Chiemsee. Alpen und See verschwammen zu einem dunklen Nebel und man konnte tatsächlich Berge und See nicht mehr unterscheiden. Die wenigen Boote, die sich trotzdem auf den See hinauswagten, hatten ihre kleinen Radargeräte an. Kein Verleger und keine Zeitung hatte mich dazu gedrängt, aber ich saß an dem […]

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